Die Vorteile einer indirekten Amortisation

Bei einer direkten Amortisation bezahlen die Immobilienbesitzer ihre Schuld (Hypothek) in jährlichen Raten ab. Dadurch reduzieren sich die Schuldzinsen, welche vom steuerbaren Einkommen abziehbar sind. Die Einkommensteuer wird somit steigen. Eine direkte Amortisation macht nur dann Sinn, wenn man den Zinsbetrag so schnell wie möglich reduzieren möchte, dieser unter Umständen eine zu grosse Belastung darstellt. Auch das Alter der Immobilieneigentümer spielt in diesem Fall eine entscheidende Rolle. Jede finanzielle Belastung sollte individuell auf ihre Bedürfnisse geprüft werden.
Bei der indirekten Art bezahlen die Hypothekarnehmer ihre Amortisation auf ein Säule-3a-Konto. Die Konten oder das Konto dienen der Bank als Sicherheit und Pfand. In der Praxis wird auch oft von einer Verpfändung der 3. Säule gesprochen. Die Vorteile: Die Einzahlungen in die 3. Säule können vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden. Zusätzlich können auch die gleichbleibenden Schuldzinsen vollumfänglich vom steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Hinzu kommen die Zinsgutschriften vom Säule-3a-Konto, welche z.B. oft durch einen Aktienfonds erwirtschaftet werden. Die Einzahlungen in die 3. Säule sind mit einem Maximalbeitrag von CHF 7’258.- für erwerbstätige Personen begrenzt. Eine indirekte Amortisation bringt aus unserer Sicht viele Vorteile mit sich und sollte auf jeden Fall bei einem Immobilienerwerb genau geprüft werden.